Wie werde ich ein Rechtsanwalt?

Mittwoch, August 22, 2012 15:09
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Der Weg zum sogenannten "Volljuristen", den die Rechtsanwälte Handschuh und Lehmann zurückgelegt haben, ist lang und oftmals auch beschwerlich. Ein Rechtsanwalt zu werden, ist keine Angelegenheit, die innerhalb von drei bis fünf Jahren und ohne gehobene Anstrengung gemeistert werden könnte. Vor diesem Hintergrund verwundert es auch nicht, dass ein Großteil derjenigen Studenten, die noch im ersten Semester die Hörsäle füllen, bereits an den Klausuren für das Erste juristische Staatsexamen nicht mehr teilnehmen. Nach durchgeführten Erhebungen ergibt sich, dass etwa zwei Drittel der Studienanfänger das Fach der Rechtswissenschaften (Jura) vorzeitig quittieren.

Die grundlegende Etappe auf dem Weg zum Rechtsanwalt: das Erste Juristische Staatsexamen

Extraordinaire jeu casino vous attard sur notre site. Wer Jura studieren möchte, finden nur an wenigen Universitäten eine Zulassungsbeschränkung in Form des Numerus clausus vor. Hieraus den Rückschluss zu ziehen, dass Jura ein einfaches Studium ist, wäre jedoch gänzlich verfehlt. In den ersten Semestern besteht zwar noch ein wenig zeitlicher Freiraum, so dass Grundlagenfächer wie Rechtssoziologie, Rechtsphilosophie, Kriminologie oder Rechtsgeschichte absolviert werden können, die in den folgenden Semestern keine Rolle mehr spielen. Sodann steht neben dem allgemeinen Teil des Bürgerlichen Rechts (auch "Zivilrecht" genannt) und des Strafrechts das Schuldrecht sowie das Sachenrecht auf dem Programm. Ein weiterer großes Block des Studiengangs wird durch das Öffentliche Recht geprägt, das aus dem Staatsorganisationsrecht, den Grundrechten sowie dem Allgemeinen und Besonderen Verwaltungsrecht besteht. Wer sodann bis zum, oder im, 8. Semester die Klausuren für das Erste Staatsexamen schreibt, absolviert den sogenannten "Freischuss". Das bedeutet, dass unabhängig vom Ergebnis ein Recht besteht, die Prüfung – zum Zweck der Notenverbesserung – noch einmal zu absolvieren. Diese Befugnis kommt ansonsten nur demjenigen Studenten zu, der das Examen nicht bestanden hat, was ab 4,00 (Note: "ausreichend") der Fall ist.

Das Referendariat

Wer das Erste Examen in der Tasche hat, muss sich durch ein insgesamt zweijähriges Referendariat schlagen. In diesem Rahmen werden verschiedene praktische Stationen durchlaufen. Unter anderem hospitiert man bei der Staatsanwaltschaft oder einem Strafrichter am Amtsgericht, geht an ein Zivilgericht, in eine Behörde oder ein Verwaltungsgericht und kann in gewissem Rahmen auch eigene Stationen (z.B. im Ausland) wählen. Je nach Bundesland variieren Reihenfolge und zeitliches Korsett der einzelnen Stationen mitunter spürbar. Der Schwerpunkt liegt jedoch regelmäßig bei der sogenannten Anwaltsstation, die neun Monate umfasst und ggf. auch bei mehr als einem einzigen Anwalt durchlaufen werden kann.

Das Zweite Staatsexamen

Je nach Bundesland werden zwischen dem 12. und dem 18. Monat des Referendariats die Examensklausuren geschrieben. Dies sind im Regelfall acht Stück, die – wie im Ersten Examen – in jeweils fünf Stunden geschrieben werden müssen. Mittlerweile ist in ganz Deutschland die Benutzung sogenannter "Kommentare" zugelassen, worunter man erläuternde Werke zu den wichtigsten Gesetzestexten versteht (z.B. zum Bürgerlichen Gesetzbuch, zur Strafprozessordnung oder zum Verwaltungsverfahrensrecht). Einige Monate hiernach steht dann die mündliche Prüfung an, die zur Gesamtnote noch einmal rund ein Drittel beiträgt. Insgesamt ist der Weg zum Rechtsanwalt also lang und mit vielerlei Mühsal verbunden, welche die Rechtsanwälte Handschuh und Lehmann auf sich genommen haben, um ihren Mandanten zur Seite stehen zu können.

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