Finanzielle Hilfe für Arbeitslose

Montag, Juli 16, 2012 14:09
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Wer arbeitslos ist, verfügt über kein laufendes eigenes Einkommen. Daraus ergibt sich zwangsläufig auch eine sehr angespannte Liquidität, denn die Mehrzahl der regelmäßigen und wiederkehrenden monatlichen Ausgaben läuft weiter. Eingegangene Verbindlichkeiten und Verträge können nicht so ohne Weiteres von heute auf morgen gestoppt werden. Bei manchen geht es gar nicht, und in anderen Fällen ist eine Übergangszeit von einigen Wochen bis zu ein, zwei Monaten erforderlich. Der Arbeitslose muss buchstäblich an allen Ecken und Enden sparen, und gleichzeitig alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Einnahmen zu generieren.

Transferleistungen und Hinzuverdienst müssen zueinander passen

Arbeitslosigkeit ist automatisch mit viel Bürokratie und Behördenterminen verbunden. Feststeht, dass in Deutschland kein Arbeitsloser unversorgt bleibt. Er hat einen rechtlichen Anspruch auf öffentliche Hilfe, aber er muss sich auch selbst und vor allem frühzeitig darum bemühen. Die Mitarbeiter bei Behörden und Institutionen sind angehalten und bemüht, aktiv zu helfen, aber auch den einen oder anderen Tipp zu geben, denn jeder Arbeitslose ist individuell zu sehen, und dem Betroffenen muss bewusst sein, dass er für die Behörden ein Vorgang, ein Fall ist. Ob Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II, Harz IV oder Sozialgeld, alles muss beantragt werden, aber auf alles besteht ein Anspruch. Die Anträge werden von den Behörden ausgefüllt, und der Arbeitslose muss mit Unterlagen sowie Informationen behilflich sein. Was das im Einzelnen ist, das sehen Sie hier. Der Arbeitslose sollte aber auch wissen, dass die staatliche Hilfe subsidiär, also nachrangig ist. Das heißt, sie tritt erst dann ein, wenn der Betroffene seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft nicht mehr sicherstellen kann. Und genau das wird von ihm erwartet. Wer das so versteht, der ist dann nicht enttäuscht oder entsetzt, wenn er beispielsweise als Arbeitsloser Geld hinzuverdient, das ihm in gleicher Höhe auf der anderen Seite gekürzt wird. Das ist absolut logisch, denn ihm darf nur in dem Umfange geholfen werden, wie er sich selber nicht helfen kann.

Laufende Ausgaben streichen, kürzen und strecken

Um die Liquidität zu verbessern, können Einnahmen erhöht oder Ausgaben gesenkt werden. Im Falle der drohenden oder bestehenden Arbeitslosigkeit sollten alle Monatsausgaben aufgelistet und nach unterschiedlichen Kriterien aufgeteilt werden. Einige sind unveränderbar, andere können gekürzt werden. Bei Versicherungen beispielsweise sollte mit dem Versicherer vereinbart werden, die Verträge auszusetzen, ruhen zu lassen, oder die Beiträge zu stunden. Das wird kaum Probleme geben, weil erkannt wird, dass eine Beitragszahlung zurzeit einfach nicht möglich ist. Andere Verträge müssen weiterlaufen, beispielsweise solche für die Energieversorgung oder den Festnetzanschluss. Bei Mobilfunkverträgen ist es ähnlich wie bei den Versicherungen.
Gleichzeitig muss geprüft werden, ob es für notwendige Ausgaben einmalige Zuschüsse geben kann. Ein teurer Klassenausflug, der für das Kind ein Muss ist, kann durchaus bezuschussbar sein. Das muss wiederum beantragt werden, und wo das möglich sein kann, sehen Sie hier.
Arbeitslosigkeit ist keine Diskriminierung, und die Rechte nach Artikel 1 des Grundgesetzes werden dadurch in keiner Weise berührt oder gar eingeschränkt. Dem Arbeitslosen wird viel und gerne geholfen. Er muss sich allerdings darum bemühen und wird dann erstaunt sein, was alles möglich ist und für ihn möglich gemacht wird!

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